Die Vertikale der Rolle
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Seminar in Berlin
vom 27. Oktober – 11. November 2008
Leitung: Christine Schmalor
Einführung in eine Methode zur selbstständigen Erarbeitung der Rolle
Die Begegnung mit einer neuen Rolle ist ein aufregender und intimer Moment, von dem man noch nicht weiß, ob daraus eine lebenslange Freundschaft werden wird oder nicht. In jedem Falle sollte man diesen Moment nicht aus der Hand geben und einfach der Regie überlassen. Die Arbeitsmethode „Vertikale der Rolle“ schlägt konkrete Arbeitsschritte vor, wie man sich auf die erste Probe vorbereitet, damit man der Regie auf gleicher Augenhöhe begegnen kann. Die Erschaffung einer neuen Bühnenfigur, d.h. die Dechiffrierung einer Rollenpartitur, bei der sich Personnage und Schauspieler begegnen, ist ein intimer, oft geheimnisumwobener Vorgang. Dabei entsteht etwas Neues, Einzigartiges. Es ist eine Kunst, diesen fast alchimistischen Prozess zu leiten.
Diese Kunst ist Gegenstand des Seminars.
Prof. Dr. Jurij Alschitz entwickelte die Vertikale der Rolle in zahlreichen Laboratorien, Christine Schmalor hat ihn vom ersten Moment an als Pädagogin begleitet. Gemeinsam veröffentlichten sie 2003 das gleichnamige Arbeitsbuch. Das Seminar bietet die seltene Chance, diese Methode aus erster Hand zu lernen und im gleichen Zuge an der konstanten Weiterentwicklung beteiligt zu sein. Die SchauspielerInnen lernen, wie man eine Vertikale der Rolle komponiert und erstellt: mit täglichem Training, Textanalyse und praktischer Arbeit auf der Bühne.
Arbeitsgrundlage : Schiller Maria Stuart und Don Carlos
Das Seminar beginnt am 27. 10. um 19.00 mit der Einführung. 28. 10. – 10. 11. täglich 10 – 17.00, ein freier Tag, 11.11. bis 14.00.
Unterrichtssprache: englisch / deutsch. Auf der Bühne : Muttersprache
Teilnahmegebühr : 270 €
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AKT-ZENT führt 2009-2010 das europäische Forschungsprojekt „The Art of Dialogue“ durch, unterstützt von der europäischen Kommission. Alle Seminare dienen natürlich auch dem Kennenlernen interessanter KollegInnen, um sie eventuell zu Laboratorien einladen zu können.
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EUROPEAN ASSOCIATION FOR THEATRE CULTURE
AKT-ZENT INTERNATIONALES THEATERZENTRUM
RESEARCH CENTRE OF THE THEATRE TRAINING AND EDUCATION COMMITTEE
OF THE INTERNATIONAL THEATRE INSTITUTE/UNESCO
Zweiteiliges Seminar für Regisseure, Schauspiellehrer und Schauspieler /innen
Teil I - Die Kunst der Analyse / Teil II – Die Kunst der Probe
15. – 23. Januar & 26. Januar – 03. Februar 2009 in Berlin
Künstlerische Leitung : Prof. Dr. Jurij Alschitz
„What does it mean “The Art of Analysis”? Analysis of what – the play? the role? the scene? Why directors, actors, and teachers need to do analysis? Which analysis they have to do? Analysis of the meaning, the sense, the content? Analysis of text and words at the table? Analysis through acting? There are several ways of analysis, which can open different paths leading in different directions with very different results.
A very important question is, how do we practically realise the analysis on stage. My seminar will show you several methods of analysis, it will show you the way from the table to the stage and back, the way from your imagination to the precise structure and composition, the way from your work alone to the rehearsal with actors.” J.Alschitz
Die Seminare sind eine einzigartige Möglichkeit für Theaterschaffende aus ganz Europa, einen intensiven Einblick in die Forschungsarbeit der „European Association for Theatre Culture“ zu erhalten. Sie basiert auf der traditionellen Linie K. Stanislawskij – M. Knebel – A. Wassiliew und der aktuellen Recherche von Jurij Alschitz.
Stückanalyse am Tisch und Bühnenprobe sind nicht einfach zwei zeitlich aufeinanderfolgende Vorgänge, sondern zwei unterschiedliche Herangehensweisen, Material zu öffnen. Es verdeutlicht das parallele Leben von Text und Handlung. Im Diskurs erkennen wir Eines, ganz Anderes im Spiel.
Der erste Teil des Seminars konzentriert sich auf die Rollen- oder Stückanalyse am Tisch, die mehreren Richtungen folgt: vertikal und horizontal, aus verschiedenen Perspektiven und auf der Grundlage von unterschiedlichen Weltanschauungen und Wissenschaften. Darüber hinaus hat Jurij Alschitz einen neuen Weg für die Analyse einer Rolle gefunden – nämlich Fragen an sie zu stellen. (40 Fragen an eine Rolle; ars incognita 2005)
Im zweiten Teil des Seminars geht es darum, die richtige Probenmethode für das jeweilige Material zu finden, um damit auch die Probe als Mittel der Analyse zu nutzen. Doch um eine Wahl treffen zu können, müssen die Werkzeuge bekannt sein. Wer verschiedene Probenmethoden zur Verfügung hat, wird auch einen neuen Weg zur Realisierung der eigenen Bühnensprache finden.
Die Seminare beinhalten Vorträge zur Methodik und praktische Bühnenarbeit mit individueller Beratung.
Die Kunst des Trainings mit Christine Schmalor
Zusätzlich kann ein morgendliches Training besucht werden. Es dient dem eigenen Warm-up, vor allem soll aber das Thema behandelt werden: Wie baut, komponiert und entwickelt man praktische Übungen.
Die Menge an Übungen, die ein Lehrer oder Regisseur im Gepäck hat, ist nicht entscheidend, sondern das Know-how, wie diese anzuwenden und im gegebenen Fall zu entwickeln sind. Ein Geheimnis des Trainings liegt darin, wie aus einfachen Komponenten komplexe Vorgänge, aus einfachen Aufgaben komplizierte Kompositionen, aus Spielereien ganze Szenen entstehen können. Damit wird das Training zum praktischen Werkzeug für Analyse und Probenarbeit. Regisseure können damit eine ganz andere Beziehungen zu ihren Schauspielern aufbauen; für Lehrer ist es das Fundament ihres Berufes.
Bewerbung: Bitte schicken Sie uns Ihren Lebenslauf. Da das Seminar einer intensiven Vorbereitung bedarf, empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung. Die Zahl der Teilnehmerplätze ist begrenzt.
Die beiden Seminare bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden.
Seminargebühren: Für ein Seminar 320 Euro, beide Seminare zusammen 580 Euro.
Training während eines Seminars 70 Euro, während beiden Seminaren 100 Euro.
Wir bitten um eine Anzahlung von 120 Euro unmittelbar nach Anmeldebestätigung.
Unterrichtssprache - Englisch.
Für weitere Informationen und Anmeldung wenden Sie sich bitte an:
AKT-ZENT Internationales Theaterzentrum, Skalitzer Str. 97, D- 10997 Berlin
T/F 030 – 612 87 274 e-mail: akt.zent@berlin.de
AKT-ZENT Internationales Theaterzentrum
Skalitzerstr.97, D – 10997 Berlin, T/F +49(0)30 612 87 274